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Die 5-Punkte-Checkliste für Ihre Grafik-Virtualisierung

Grafikintensive Anwendungen können die Arbeit im Homeoffice in unerwünschtes Stocken bringen. Unsere Lösung lautet in diesem Fall: Grafik-Virtualisierung. In unserem ersten Blog-Beitrag zur Grafik-Virtualisierung haben wir Ihnen bereits vorgestellt, wo die Stärken einer solchen Lösung liegen. Heute beschäftigen wir uns damit was Sie benötigen, um diese Vorteile auch nutzen zu können. Wir stellen Ihnen also eine Art Einkaufsliste mit konkreten Hardware- und Lizenz-Anforderungen zusammen.

In vielen Beratungsgesprächen bei unseren Kunden haben wir erlebt, dass die Verantwortlichen ihren Mitarbeitern zwar gerne 3D-beschleunigte Desktops bereitstellen möchten, es aber an Wissen fehlt, was genau dafür gebraucht wird. Eine Grafikkarte in den Servern?! Okay, aber da gibt es ja auch noch die Themen Lizenzen und passende Hypervisor - VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder doch lieber der Citrix Hypervisor?

Ihre Checkliste - am Beispiel einer NVIDIA Tesla T4 Grafikkarte

Nachfolgend möchten wir Ihnen die 5 Schritte auf dem Weg zur gelungenen Grafik-Virtualisierung vorstellen:

  1. Wählen Sie den korrekten Hypervisor, in der passenden Edition aus:

    > VMware vSphere in der Enterprise Plus Edition (NVIDIA GRID vGPU Feature wird benötigt)
    > Citrix Hypervisor in der Premium Edition (bereits enthalten in allen Virtual Apps and Desktops Editionen)
    > Der Microsoft Hyper-V entfällt hier leider, da er nicht die Möglichkeit bietet, die GPU zu virtualisieren
  1. Beachten Sie die Hardwarekompatibilitätslisten (Hardware Compatibility List). Klären Sie im Vorfeld, ob es eine Freigabe der Grafikkarte für den Hypervisor und die korrekte Hypervisor-Version gibt.

    > Für unsere ausgewählte NVIDIA Tesla T4 GPU kann man auf der Seite von
    Citrix folgende Auflistung finden:

Citrix HCL NVIDIA

Dieses Ergebnis zeigt, dass maximal 6 Tesla T4 Grafikkarten in einem DELL PowerEdge R740 Server unterstützt werden. Dabei muss beachtet werden, dass womöglich schon 2 PCI-Express Slots im Server belegt sind für z.B. Storage-Adapter oder eine Dual-Port 10Gbit Netzwerkkarte. Somit wären hier maximal 4 Grafikkarten realistisch.

  1. Wählen Sie die richtige Citrix Lizenz für alle Benutzer aus.

    > Alle Lizenz-Editionen von Citrix Virtual Apps and Desktops unterstützen die Funktion HDX 3D Pro.
  1. Überlegen Sie sich vorab, welche NVIDIA-Lizenzen Ihre User benötigen (Concurrent-User-Lizenzen)

    > NVIDIA Quadro vDWS Lizenzen kommen für Benutzer zum Einsatz, die z.B. mit CATIA, AutoCAD, Siemens NX o.ä. Programmen arbeiten.
    > Für alle weiteren „Standard-Benutzer“ reicht zumeist eine NVIDIA Grid vApps Lizenz aus.
  1. Überprüfen Sie die Thermale- und Energievoraussetzungen

    > Da es sich bei der NVIDIA Tesla T4 GPU um eine passivgekühlte Grafikkarte handelt, sollte geprüft werden, ob die verbauten Lüfterkits im Server ausreichend Luftdurchfluss liefern, um die Grafikkarten zu kühlen.
    > Die Netzteile der Server, müssen die zusätzliche Leistungsaufnahme der Grafikkarten abfangen. Bei der Tesla T4 fallen dabei lediglich 75 Watt im Peak an. Weiterhin hat die Karte keine zusätzlichen Stromanschlüsse.

Passt alles zusammen?

Wir hören von unseren Kunden häufiger Fragen wie diese: „Ich habe bereits drei Hypervisor, die ich anhand der Kompatibilitätsliste auch geprüft habe. Kann ich da noch Grafikkarten nachrüsten?“ Unsere Antwort lautet dann: „Das ist prinzipiell möglich, erfordert jedoch unbedingt ein vorheriges Proof of Concept.“ Dafür bietet Krick seinen Kunden die Möglichkeit, eine Leih-Grafikkarte in ihren Servern zu verbauen. Dadurch können sie die Kompatibilität auf ihren Servern komplett evaluieren, bevor Sie zum Kauf der Lösung übergehen.

Nun kann es losgehen?!

Wenn Sie alle Punkte auf unserer kleinen Checkliste erfolgreich abgehakt haben, kann es eigentlich losgehen. Aber: vergessen Sie bitte nicht, dass Sie auch die Konfigurationsanpassungen durchführen müssen, damit am Ende für den Benutzer alles flüssig läuft. So müssen beispielsweise Richtlinien geprüft und ggf. angepasst werden, Einstellungen müssen bei den Usern optimiert werden etc.

Abschließend müssen auch Clientseitig einige Voraussetzungen erfüllt werden, damit der Zugriff auf den 3D-Desktop einwandfrei funktioniert. Welche das im Detail sind, beleuchten wir im nächsten Blog-Beitrag zu diesem Thema.

Verfasser: Dennis Kröker

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